Was bedeutet eigentlich Kreislaufwirtschaft?

 Headerbild_Kreislaufwirtschaft

Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ressourcenschonung: Diese und ähnliche Schlagwörter sind im Laufe der letzten Jahre immer stärker in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Denn wir spüren, dass eine lebenswerte Zukunft ohne neue Lösungsansätze zu diesen Themen nicht möglich ist. Immer wieder fällt in diesem Kontext auch der Begriff Kreislaufwirtschaft.

Aber was genau bedeutet Kreislaufwirtschaft? Welchen Beitrag kann sie zum Umweltschutz leisten? Und was hat Kreislaufwirtschaft mit dem Verpackungsgesetz (VerpackG) zu tun? Im Folgenden erklären wir, was wir von Interseroh unter dem Terminus Kreislaufwirtschaft verstehen, was wir unternehmen, um diese voranzubringen und wieso Kreislaufwirtschaft nur durch Anpacken aller zu einem noch wirkkräftigeren Beitragsfaktor für den Klimaschutz werden kann.

 

Inhalt

 

 

Kreislaufwirtschaft: Für eine Welt ohne Verschwendung

Wir bei Interseroh verstehen eine funktionierende Kreislaufwirtschaft wie folgt: Im Gegensatz zur Wegwerf-Wirtschaft (Ressourcen werden nur einmalig verwendet und dann entsorgt) befasst sich die Kreislaufwirtschaft mit der Wiederverwendung der eingesetzten Ressourcen, so dass diese für die Wirtschaft fortlaufend nutzbar gemacht und wiederholt eingesetzt werden können. Es geht also um:

  • das Vermeiden von Abfällen, die nicht erneut verwendet werden können,
  • eine lange Nutzung von Produkten,
  • das vollständige Recycling der Rohstoffe am Ende eines Produktlebenszyklus
  • und den Einsatz der recycelten Rohstoffe für die Herstellung neuer Produkte.

 

Durch eine funktionierende Kreislaufwirtschaft können wertvolle Primärrohstoffe eingespart werden. Das Führen von Rohstoffen im Kreislauf wird somit als wirksame Möglichkeit verstanden, dem Klimawandel zu begegnen: Denn die Aufbereitung und Wiederverwendung der Rohstoffe weist bspw. einen deutlich geringeren Treibhausgasausstoß auf als die Produktion und der Einsatz von Primärrohstoffen.

Ein Beispiel: Die Wiederverwertung von Aluminium verbraucht lediglich 5 Prozent der Energiemenge im Vergleich zur Neuherstellung aus Bauxit. Zugleich spart jede Tonne Recycling-Aluminium bis zu 10 Tonnen CO²-Emissionen gegenüber der Neuproduktion (Quelle: Fraunhofer UMSICHT).

Eine effiziente Kreislaufwirtschaft betrachten wir vor diesem Hintergrund als eine wesentliche Lösung zur langfristigen Bekämpfung des Klimawandels.

 

Wie duale Systeme die Kreislaufwirtschaft voranbringen

Die dualen Systeme in Deutschland tragen einen großen Teil zum Funktionieren der Kreislaufwirtschaft bei, denn sie sind für den Entsorgungs- und Verwertungsprozess der hierzulande anfallenden Verkaufsverpackungsabfälle zuständig. Sie stellen die Rücknahme und Verwertung von diesen Verpackungen sicher und bereiten die Rohstoffe in marktgerechter Qualität auf, so dass sie wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf gelangen können.

Interseroh arbeitet an neuen, innovativen Konzepten, um seinen Kund*innen den Weg in eine nachhaltigere Zukunft so leicht wie möglich zu gestalten. Unter dem Slogan „zero waste solutions“ denken wir Kreislaufwirtschaft neu und weiter, um die Nachhaltigkeitsleistung unserer Kund*innen langfristig zu verbessern. Durch unsere umfangreichen Maßnahmen leisten wir gemeinsam mit unseren Kund*innen und Partner*innen auf diese Weise einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz: So konnte Interseroh allein 2019 336.050 Tonnen Treibhausgasemissionen durch die Verwertung von Leichtverpackungen einsparen (Quelle: Fraunhofer UMSICHT). Weitere Details zu den Maßnahmen von Interseroh finden Sie auf der Interseroh-Website unter "Nachhaltigkeit".

 

Beitrag zum Klimaschutz: Nur wenn alle anpacken, kann es funktionieren

Die Kreislaufwirtschaft kann nur zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen, wenn alle Parteien gemeinsam aktiv werden. Im Bereich des Verpackungsrecyclings heißt das: Verbraucher*innen, Unternehmen und die dualen Systeme müssen zusammen arbeiten, damit wertvolle Ressourcen eingespart werden können.

Um die unterschiedlichen Verpackungsmaterialien vollständig recyceln zu können, ist es unbedingt erforderlich, dass die Verpackungsabfälle in den Endverbraucherhaushalten korrekt getrennt und entsorgt werden. Auch, wenn Deutschland als Vorreiter in der Abfalltrennung gilt, bestehen noch immer große Missverständnisse in der Bevölkerung. Daher haben sich die dualen Systeme im vergangenen Jahr zusammengetan und eine Aufklärungskampagne gestartet: „Mülltrennung wirkt“ deckt Irrtümer und Mythen zur Abfalltrennung auf und zeigt, wie Verpackungen korrekt getrennt werden. Denn die richtige Entsorgung der Verpackungsabfälle bildet die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft – das Aufklären und Schaffen eines breiten Wissens in der Bevölkerung ist somit unerlässlich.

Zusätzlich ist unabdingbar, dass die Inverkehrbringer*innen der Verpackungsabfälle ihre Produktverantwortung wahrnehmen: Durch die Lizenzierung ihrer Verpackungen nach dem Verpackungsgesetz beteiligen sie sich unmittelbar am Recycling ihrer Verpackungen. Denn die geleisteten Lizenzentgelte finanzieren den Entsorgungs- und Verwertungsprozess der Verpackungsabfälle, so dass Unternehmen mit ihrer Beteiligung an einem dualen System einen wertvollen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.

Jetzt Verpackungen lizenzieren

Den letzten Schritt übernehmen die dualen Systeme durch die Sammlung, Sortierung und Verwertung der Verpackungen. Um möglichst viele Rohstoffe wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen, müssen die dualen Systeme bis 2022 erhöhte Recyclingquoten für die Verpackungsmaterialien sicherstellen. Das schreibt ihnen das Verpackungsgesetz verbindlich vor. Beispielsweise lag die werkstoffliche Recyclingquote für Kunststoff 2018 noch bei 36 Prozent; diese wird per Gesetz ab 2022 verbindlich auf 63 Prozent erhöht.

Es zeigt sich: Nur gemeinsam können wir eine Welt ohne Verschwendung erreichen. Durch eine korrekte Abfalltrennung auf Seiten der Konsument*innen, die Finanzierung der Entsorgungs- und Verwertungsprozesse durch die inverkehrbringenden Unternehmen sowie die Erfüllung der erhöhten Recyclingquoten durch die dualen Systeme kann die Kreislaufwirtschaft schon jetzt und auch langfristig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.


Quellen:

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