Gut oder schlecht? Welche Auswirkung Barrieren auf die Recyclingfähigkeit einer Verpackung haben können

 

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Verpackungen bieten Lebensmitteln oder Kosmetika einen optimalen Schutz vor äußeren Einflüssen. Um das zu gewährleisten, werden sie oft mit Barrieren versehen. Die dadurch entstehende Verbundverpackung lässt sich jedoch meist gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand recyceln. Wir erklären, warum und welche Lösungen es zur Verbesserung gibt.

 

Was sind Barrieren und welche Funktion haben sie?

Sie sind unentbehrlich für den Produktschutz: Barrieren sorgen dafür, dass Produkte wie Lebensmittel vor externen Einflüssen wie Sauerstoff, Wasserdampf oder UV-Strahlung geschützt werden und gleichzeitig wertvolle Stoffe wie Aromen nicht aus der Verpackung entweichen können. Doch was sind typische Barrieren und welche Funktionen haben sie? Die folgende Grafik zeigt eine Übersicht der gängigsten Barrieren für Verpackungen:

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Wie die Grafik zeigt, bieten Barrieren hauptsächlich einen Schutz vor Sauerstoff- und Wasserdampfmigration. Dabei verfolgen unterschiedliche Barrieren unterschiedliche Ziele. Wichtig ist: nicht jede Barriere verhält sich problemlos im Recycling. Daher zeigt die obige Kennzeichnung, welche Barrieren keinen Einfluss, ein geringes oder hohes Risiko, oder gar eine Verunreinigung ins Rezyklat eintragen. Es sollte also bei der Wahl einer Barriere die Recyclingfähigkeit bereits mitgedacht werden.

 

Welchen Einfluss haben Barrieren im Recycling?

Stellen Sie sich eine Barriere wie eine sehr dünne Schicht vor, die auf, unter oder zwischen dem Verpackungsmaterial liegt. Wenn die Verpackung recycelt wird, ist es wichtig, dass die Barriere die Zielfraktion nicht verunreinigt. Ein gutes Beispiel ist hier eine Metallisierung. Wenn eine Metallisierung beim Recycling mit ins Rezyklat übergeht, sorgt sie für glitzernde Partikel im recycelten Material. Daraus können wiederum nur glitzernde, neue Produkte hergestellt werden. Eine schöne Vorstellung, die den Anforderungen der Produkthersteller jedoch in den meisten Fällen nicht gerecht wird.

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Welche Barrieren sind gut für die Recyclingfähigkeit?

Die gute Nachricht: Es gibt Barriereschichten für Verpackungen, die das Produkt schützen und dabei die Recyclingfähigkeit nicht beeinflussen. Ein Beispiel sind die Hochbarrieretypen SiOx oder AlOx. Diese Typen bieten eine gute Sauerstoff- und Wasserdampfbarriere. Kritisch sind dagegen Barrieren aus PA, PVC, und PVDC, die nach Mindeststandard der Stiftung Zentralen Stelle Verpackungsregister (#ZSVR) als Störstoff gesehen und deshalb ersetzt werden sollten.

Sie fragen sich, wie Sie auf recyclingfreundliche Barrieren umstellen können? Die Experten von "Made for Recycling" helfen Ihnen gerne. Jetzt eine unverbindliche Anfrage stellen:

 

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