Nachhaltig(er) verpacken und Verpackungsabfälle reduzieren – so geht es

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Die Zeit verfliegt – in neun Tagen ist Weihnachten. Diese schöne Zeit bringt nicht nur Vorfreude und Besinnlichkeit in die privaten Haushalte, sondern auch eine Vielzahl von Onlinebestellungen oder vor Ort eingekaufter Geschenke. Gerade jetzt türmt sich damit der Verpackungsabfall in allen Haushalten – daher stellen sich die Konsumenten zu Recht die Frage, ob die vielen Verpackungen wirklich nötig sind und fordern eine starke Reduktion. Jedoch ist ein völliger Verzicht der Verpackungen bei vielen Branchen nicht machbar. Um dennoch dem Konsumentendruck entgegenzukommen und mehr Nachhaltigkeit ins geschäftliche Handeln zu bringen, können Verpackungen nachhaltig(er) gestaltet werden. Was eine nachhaltige Verpackung kennzeichnet und wie Sie nachhaltiger agieren können, erklären wir Ihnen hier.

 

Definition: Das ist eine nachhaltige Verpackung

Eine Verpackung gilt als nachhaltig, wenn sie folgende Grundkriterien einhält:

  • Der Materialeinsatz ist auf den Schutz des Verpackungsinhaltes (= das Produkt) optimiert, so dass die Verpackung keine Komponente enthält, die nicht unbedingt notwendig ist.
  • Die Verpackungsmaterialien können umweltgerecht recycelt werden.

 

Wann ist eine Verpackung recyclingfähig?

Verpackungen können aus mehreren verschiedenen Komponenten bestehen. Je nachdem, welche Komponenten eine Verpackung enthält und wie diese zusammengesetzt sind, werden Verpackungen nach ihrer Recyclingfähigkeit beurteilt. Für diese Beurteilung werden drei Kriterien herangezogen, die die Verpackung ab dem Zeitpunkt ihrer Entsorgung durch den Endverbraucher betrachten:

  1. Erfassung: Kann der Verbraucher die Verpackung in die einzelnen Komponenten (Materialien) trennen und den richtigen Abfallsammelbehältern zuordnen?
  2. Sortierung: Damit die Verpackung eine möglichst hohe Quote der Recyclingfähigkeit erreicht, müssen die Komponenten nach der Einsammlung in einer Sortieranlage sortiert werden. Wie einfach läuft die Sortierung der Komponenten ab? Können die einzelnen Komponenten eindeutig ihrem Material zugeordnet werden?
  3. Verwertung: Am (vorläufigen) Ende des Lebenszyklus‘ einer Verpackung steht im Optimalfall das Recycling. Kann die Verpackung zu einem Sekundärrohstoff aufbereitet werden oder ist sie für eine werkstoffliche Verwertung geeignet?

 

Hinweis: Verpackungen, die aus Verbunden unterschiedlicher Materialien bestehen (wie Kunststoffe, Papier oder Aluminium), können nur erschwert oder gar nicht von dem Verbraucher getrennt werden. Eine fachgerechte Entsorgung der Verpackungsmaterialien kann daher nicht erfolgen. Als Faustregel gilt: Je weniger unterschiedliche Materialien verwendet werden, desto einfacher ist die Verwertung.

Weitere Stolpersteine im Verwertungsprozess können durch schwarze Einfärbungen, kritische Zusatzstoffe oder Metallisierungen entstehen. Daher sollten diese wenn möglich nicht verwendet werden.

 

Wie recyclingfähig ist eine bestehende Verpackung?

Bevor jeder jetzt losstürmt, um die vorhandene Verpackung nachhaltig(er) zu gestalten, sollte man prüfen, wie recyclingfähig die Verpackung bereits ist. Für eine wissenschaftlich fundierte Aussage über die Recyclingfähigkeit einer Verpackung bietet der Dienstleister Interseroh eine mit dem bifa Umweltinstitut entwickelte Bewertungsmethode an. Interseroh überprüft und analysiert das Verpackungsmuster durch objektive und transparente Bewertungsstandards. Es wird geprüft, wie sich die Verpackung bei der Erfassung, Sortierung und Verwertung verhält. Darauf basierend erstellt Interseroh Handlungsempfehlungen zur konkreten Verbesserung der Recyclingfähigkeit. Jetzt die Recyclingfähigkeit der Verpackungen auf der Internetseite von Interseroh prüfen!

 

Wer kann bei der Optimierung der Verpackungen in Sachen Nachhaltigkeit helfen?

Da eine nachhaltige Gestaltung der Verpackungen ein komplexes Thema ist, empfehlen wir an dieser Stelle kompetente Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Dienstleister wie Interseroh können aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung in der Verwertung viel Expertise mitbringen und arbeiten mit verschiedenen Instituten wie dem bifa Umweltinstitut oder Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV zusammen, so dass eine zielgerichtete Beratung erfolgen kann.

Als weitere Informationsquelle können Verpackungshändler und -hersteller dienen, die einen Fokus auf Nachhaltigkeit legen.

 

Wie können Unternehmen sonst noch aktiv werden?

Haltet die Pflichten des Verpackungsgesetzes ein! Auch wenn es im Laufe des Jahres für viel Wirbel bei den betroffenen Unternehmen gesorgt hat, verfolgt das Gesetz die richtigen Ziele in Sachen Nachhaltigkeit: Die Recyclingquoten der Verpackungsabfälle sollen deutlich bis 2022 erhöht werden. Als Unternehmen, welches den Pflichten des Verpackungsgesetzes nachkommt, unterstützen Sie die Nachhaltigkeitsziele und kommen der Produzentenverantwortung nach.

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