Corona: 3 Tipps für Händler

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Ausgangssperre, Kontaktverbot, Social Distancing, Homeoffice, Hamsterkäufe, Lieferengpässe – diese und viele weitere Begriffe sind in den heutigen Tagen überall zu lesen. Das Corona-Virus verändert unseren Alltag, wie auch die Wirtschaft, jeden Tag aufs Neue.

Der Großteil der Bevölkerung hält sich beinahe ausschließlich zu Hause auf – primär als Vorsichtsmaßnahme, um die Virusverbreitung zu verlangsamen. Viele Menschen nutzen daher vermehrt das Internet, um sich die Zeit zu vertreiben. Dies kann der Onlinehandel jetzt nutzen: Kleine Shopping- und Stöbertouren können trotz der sinkenden Nachfrage zum Anstieg des eigenen Onlinegeschäfts führen. Stationäre Händler hingegen haben es aktuell schwer.

Wir haben Ihnen 3 Tipps zusammengestellt, die Ihrem Geschäft in der aktuellen Corona-Krise helfen können.

 

Inhalt

1. Offen auf die Kunden zugehen

2. Rechtskonform bleiben

3. Externe Hilfe beanspruchen

Fazit: Sie sind nicht allein!

 

 

1. Offen auf die Kunden zugehen

Vor allem in der aktuellen Notsituation ist es enorm wichtig, dass Händler offen mit ihren Kunden kommunizieren. Eine verspätete Lieferung der online bestellten Ware ist noch lange kein Untergang – sofern die Kunden über die Lieferverzögerungen rechtzeitig informiert werden. Gerade jetzt sind Kunden verständnisvoll, da sie die Situation sehr gut nachvollziehen können. Dennoch ist es wichtig, dass die Händler ihren Kunden ehrlich gegenüberstehen und diese über Engpässe, längere Lieferzeiten oder -ausfälle aufklären. So können sich die Kunden auf die Verspätung einstellen und sind dankbar für die Offenheit – auch nach der Corona-Krise.

Das Virus verändert zudem die Kundennachfrage: die Bevölkerung benötigt andere Produkte als sonst zu dieser Jahreszeit. Daher sollten Onlinehändler auch darauf achten, welche Produkte sie aktuell anbieten, welche besonders hervorgehoben werden und welche aktuell lieber in den Hintergrund rücken sollten. Denn auch wenn das Festivalzelt vor einem Jahr noch gut gefragt war, sind Gegenstände für die Wohnung oder zum Zeitvertreib aktuell beliebter.

Es ist somit empfehlenswert, seine Produktpalette durchzugehen und die einzelne Platzierung an die heutige Kundennachfrage anzupassen – denn nur so werden die Produkte gefunden und Händler können von der verstärkten Onlinenachfrage profitieren.

 

2. Rechtskonform bleiben

Auch wenn mit Sicherheit viele andere Themen wichtiger erscheinen, sollten Unternehmen rechtliche Themen wie beispielsweise die Pflichten des Verpackungsgesetzes (VerpackG) nicht in den Hintergrund stellen. Denn wenn ein Unternehmer Verkaufsverpackungen in den Verkehr bringt, beispielsweise durch Versenden seiner Ware an private Kunden, ohne diese lizenziert zu haben, handelt er ordnungswidrig und Sanktionen können zusätzlich zu allem sonstigen Ärger drohen.

Daher empfiehlt es sich – wenn noch nicht vorhanden – jetzt eine Verpackungslizenz zu erwerben – und sei es erst einmal für eine geringe Verpackungsmenge, wenn die Verkaufszahlen durch die Corona-Krise noch nicht vorhersehbar sind. Die Verpackungsmengen können im Laufe des restlichen Jahres dann flexibel durch „unterjährige Mengenmeldung“ an die aktuelle Unternehmenslage durch angepasst werden. Wichtig ist, dass die Pflichten erfüllt werden, denn die Zentrale Stelle Verpackungsregister, die als Kontrollorgan des VerpackG agiert, ist auch in der Corona-Zeit aktiv dabei, Nichteinhaltungen zu sanktionieren.

Tipp für alle, die noch nicht lizenzieren: Jetzt mit den aktuell geringen Verpackungsmengen günstig lizenzieren und nach oben korrigieren, wenn sich die Lage entspannt.

Jetzt Verpackungen lizenzieren

Tipp für alle, die bereits lizenzieren: Auf keinen Fall Ihre Verpackungslizenz kündigen, denn damit steht der nächste Ärger ins Haus; lieber Mengen nach unten korrigieren und hierfür eine Gutschrift mitnehmen. Für Lizenzero-Kunden geht diese Mengenanpassung ganz unkompliziert und schnell: Mit unserem innovativen Tool – dem Mengen-Download für LUCID – können die Mengen im Kundenkonto einfach angepasst, über den Mengen-Download für LUCID herunter- und im LUCID-Konto wieder hochgeladen werden – fertig!

 

Rückblick: Sind Sie vom VerpackG betroffen?

Jedes Unternehmen, das Verkaufsverpackungen (Service-, Versand- und Produktverpackungen) erstmalig mit Ware befüllt und in den Verkehr bringt, so dass die Verpackungen beim privaten Endverbraucher als Abfall landen, muss die Pflichten des VerpackG umsetzen. So muss ein Unternehmer, bevor er die erste Verpackung in Umlauf bringt, diese bei einem dualen System wie Interseroh lizenzieren. Weiterhin muss er sich bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister bei dem öffentlich einsehbaren Melderegister LUCID registrieren und dort die lizenzierten Verpackungsmengen inkl. Namen des dualen Systems melden. Daher sind neben stationären Händlern auch Onlinehändler betroffen.

 

3. Externe Hilfe beanspruchen

Viele stationäre Unternehmen müssen zum Schutz der Bevölkerung ihre Türen in diesen Tagen geschlossen halten. Dies, aber auch die generell geringere Kaufkraft und Angst in der Bevölkerung sorgen dafür, dass einige Unternehmen in eine finanzielle Notsituation geraten. Als Gegenmaßname hat die deutsche Regierung daher staatliche Hilfen geschaffen, um die Betroffenen aus der Notlage zu befreien. Jedes Unternehmen sollte prüfen, ob es Anspruch auf die staatlichen Hilfen hat.

Eine weitere kurzfristige Lösung kann die Kurzarbeit darstellen. Unternehmen, bei denen aufgrund der aktuellen Umstände nicht mehr genug Arbeit vorhanden ist, können Kurzarbeitergeld bei der zuständigen Agentur für Arbeit schriftlich beantragen. So kann ein Teil der finanziellen Last kurzfristig verringert werden.

Zudem gibt es viele regionale Fördermöglichkeiten, die in solchen Krisenzeiten die betroffenen Unternehmen aus der Notlage helfen können. Informieren Sie sich online (z.B. bei shopanbieter.de) und beantragen Sie diese Hilfen – damit Sie die Krise gut überstehen.

 

Fazit: Sie sind nicht allein!

Auch wenn der Corona Virus das gesamte Leben auf den Kopf stellt, versucht die Bevölkerung das Beste aus der aktuellen Situation zu machen. Jedes Unternehmen muss sein normales wirtschaftliches Handeln umstellen, um auf die Krisensituation zu reagieren. Gemeinsam bringen wir diese Krise hinter uns.

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