Verpackungslizenz für Kleinunternehmer: Kleidung gesetzeskonform zum Kunden schicken

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Alle erdenklichen Waren werden im Internet von zahlreichen kleinen, großen und international aufgestellten Onlineshops vertrieben. Kundinnen und Kunden können die verschiedensten Produkte erwerben und sie sich bequem nach Hause schicken lassen. Zu den nachgefragtesten Waren zählen Bekleidungsstücke und darunter oftmals auch nachhaltige Kleidung – dazu gehören Fair Fashion und Bio-Produkte ebenso wie Second-Hand-Bekleidung.

Kleine Shops und Solo-Selbstständige müssen einiges beachten, um auch den Versand der Waren ressourcenschonend zu gestalten – insbesondere bei der Verpackungslizenz für Kleinunternehmer besteht Handlungsbedarf. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

 

Inhalt

 

Nachhaltige Bekleidung liegt voll im Trend. Käuferinnen und Käufer greifen nicht nur im stationären Handel, sondern auch zunehmend in Onlineshops  zu nachhaltiger Kleidung. Dabei handelt es sich um Produkte, die ressourcenschonend, unter fairen Bedingungen und aus Bio-Materialien hergestellt sind. Oftmals werden Waren auch als Second-Hand-Produkt angeboten – denn wenn die Kleidung noch einmal aufgetragen werden kann, ist die Ersparnis an Produktionsmitteln maximal.

Zu den Vertreibern dieser Waren gehören mittlerweile zahlreiche große und beliebte Onlineshops wie Kilenda. Das Unternehmen vermietet nachhaltige Kleidung für Kinder für einen bestimmten Zeitraum. Anschließend werden die Kleidungsstücke von den Eltern zurückgegeben, der Anbieter vermietet die Produkte dann erneut. Der Anbieter ReWearPoint wiederum unterstützt Second-Hand-Shops mit ausgewählten Kleiderpaketen, die hochwertige, aufbereitete Bekleidung enthalten.

Doch längst nicht alle Anbieter sind bereits so populär wie Kilenda und ReWearPoint. Auf dem Markt für nachhaltige Kleidung und Fair Fashion sind zahlreiche Kleinunternehmen und Einzelunternehmer tätig, die ihre Waren oftmals erfolgreich im Internet vertreiben und auf dem Versandweg zum Kunden schicken oder die Produkte in einem stationären Ladengeschäft verkaufen.

Während die vertriebenen Waren häufig nachhaltig sind, oftmals fair produziert werden, aus Bio-Baumwolle bestehen oder sogar Second-Hand-Produkte sind, ist der Versand bei vielen Unternehmen durchaus noch verbesserungswürdig. Zudem gilt für diese Anbieter seit Januar 2019 auch das neue Verpackungsgesetz (VerpackG). Im Rahmen des neuen Gesetzes müssen etablierte Vertreiber und solche, die neu in den Markt eintreten, einiges beachten.

 

Kleinunternehmer und VerpackG: Kleidung gesetzeskonform verschicken

Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer mit wenigen Mitarbeitern müssen – ebenso wie alle größeren Unternehmen – bei der Versendung von Waren einiges beachten – so müssen bereits ab dem ersten versendeten Produkt die verwendeten Verpackungsmaterialien lizenziert werden.

Laut dem Verpackungsgesetz aus dem Jahr 2019 müssen alle Verkaufsverpackungen, die erstmalig in Umlauf gebracht werden und von einem "Hersteller" – gemeint ist damit der Versender oder Vertreiber – an einen privaten Endkunden verschickt oder übergeben werden, einige wichtige Auflagen verpflichtend erfüllen.

Dazu zählen zunächst die Registrierung bei der neu geschaffenen Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) im öffentlich einsehbaren Melderegister LUCID. Anschließend müssen sich die Anbieter mit der Registrierungsnummer, die sie von der ZSVR erhalten, bei einem dualen System anmelden. Das geht beispielsweise schnell und einfach über Lizenzero beim dualen System Interseroh. Während der Anmeldung müssen die zu verbrauchenden Verpackungsmaterialien für ein Kalenderjahr geschätzt und für das gesamte Jahr im Voraus lizenziert werden. Diese Menge muss samt des Namens des dualen Systems anschließend wiederum bei LUCID vermerkt werden, um beide Stellen – das duale System und LUCID – miteinander zu verknüpfen.

Das Verpackungsgesetz soll den Umweltschutz unterstützen – deshalb lohnt sich die Verwendung von weniger und umweltfreundlicheren Verpackungen.

Insbesondere nachhaltige Bekleidungsunternehmen sollten den Verpackungs- und Versandprozess genau planen. Egal, ob die verwendeten Verpackungen aus Pappe, Papier und Karton, Kunststoff, Glas, Metalle, Verbundstoffe oder Holz bestehen – ausnahmslos alle fallen unter die Vorgaben des Verpackungsgesetzes. Abhängig ist der zu zahlende Lizenzentgelt sowohl vom Material der Verpackungen als auch von deren Menge – es kann sich also auch finanziell sehr lohnen, auf diese beiden Aspekte zu achten. Um die zu verwendenden Mengen besser abschätzen zu können, bietet Lizenzero übrigens einen praktischen Verpackungsrechner an.

In jedem Fall sollten Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer sehr genau prüfen, welche Verpflichtungen sie einhalten müssen. Als Erstinverkehrbringer sind sie im Regelfall bereits ab dem ersten versandten Karton betroffen. Ein schnellstmögliches Handeln ist ratsam – bei Verstößen gegen das VerpackG können Abmahnungen und empfindliche Strafen drohen.

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Überblick: Gesetzeskonformes Versenden von nachhaltiger Kleidung

  • Verkäufer nachhaltiger Mode, die zum Verkauf oder der Versendung ihrer Waren erstmalig Verpackungsmaterialien in Umlauf bringen, müssen einige Modalitäten beachten.
  • Das Verpackungsgesetz soll Unternehmen motivieren, weniger und umweltfreundlichere Verpackungen einzusetzen – das dürfte ganz im Sinne der Kleinunternehmer sein, die nachhaltige Kleidung versenden.
  • Das ist zu tun:
  • Vertreiber müssen sich zunächst im Melderegister LUCID der Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren (Registrierungspflicht)
  • Anschließend müssen sie sich bei einem dualen System unter Angabe der Registrierungsnummer der Zentralen Stelle anmelden und ihre Verpackungsmaterialien vor dem Inverkehrbringen lizenzieren (Systembeteiligungs- oder Lizenzierungspflicht)
  • Kleinunternehmer können ihre Verpackungen im Onlineshop von Lizenzero einfach, kostengünstig und schnell lizenzieren.
  • Abschließend müssen die lizenzierten Mengen und der Name des dualen Systems bei LUCID eingetragen werden (Datenmeldepflicht)

 

Fazit – Verpackungslizenz für Kleinunternehmer: Nachhaltige Kleidung ressourcenschonend versenden?

Nachhaltige Kleidung liegt im Trend. Immer mehr Onlineshops bieten fair gehandelte Produkte, Kleidung aus Bio-Materialien oder Second-Hand-Kleidung für ihre Kundinnen und Kunden an.

So nachhaltig die Produkte sind, so schwierig ist es, die Erzeugnisse auch ressourcenschonend zum Kunden zu bringen. Entscheidend ist für aufstrebende Modeunternehmen neben der Verwendung nachhaltiger und weniger Verpackungsmaterialien die Verpackungslizenz für Kleinunternehmer, da beim Versand an den Endverbraucher das verwendete und erstmalig in Umlauf gebrachte Verpackungsmaterial gemäß Verpackungsgesetz lizenziert werden muss.

Mit der Auswahl umweltfreundlicher Verpackungsmaterialien und der gesetzeskonformen Lizenzierung der Materialien können die Anbieter einen wertvollen Beitrag leisten, die Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Umwelt nachhaltig zu schützen. Das dürfte nicht nur das Ökosystem freuen, sondern auch die eigenen umweltbewussten Kundinnen und Kunden.

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